Warum kann der Geruchs- und Geschmacksinn bei einer Nasennebenhöhlenentzündung verloren gehen?

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Die Nase ist verstopft, der Kopf drückt – und wenn bei einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) dann plötzlich auch noch das Lieblingsessen nach „nichts“ schmeckt, kann das eine echte Belastung sein. Was genau dahinter steckt, wenn der Geruchssinn bei einer Sinusitis vermeintlich verloren scheint und was die genauen Ursachen für den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes sind, erfährst du hier.

Frau im Wald genießt den Geruch.
Nasennebenhöhlen entzündet und Geruchssinn verloren?

Ist die Nase dicht, schmecken die liebsten Köstlichkeiten meist nur noch fade. Und liegt man sowieso schon tagelang nur herum und versucht die lästigen Begleiterscheinungen einer Nasennebenhöhlenentzündung schnell wieder loszuwerden, kann das Einbüßen des Geruchssinns und die damit einhergehende Geschmacksveränderung zur echten Qual werden.

Doch hier kann Entwarnung gegeben werden: Ein Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes ist in der Regel nur vorübergehend und hat meist einen grippalen Infekt als Ursache – oder eben eine hartnäckige Nasennebenhöhlenentzündung. Um besser zu verstehen, warum eine verstopfte Nase und eine Entzündung der Nasennebenhöhlen so den Appetit vermiesen können, lohnt sich ein Blick darauf, wie Riechen und Schmecken grundsätzlich funktionieren – und wie eng beide Sinne zusammenarbeiten.

Wie funktioniert der Geruchs- und Geschmackssinn?

Bei jedem Atemzug gelangen auch Duftmoleküle durch die Nase zur sogenannten Riechschleimhaut im oberen Nasenbereich. Dort sitzen hochspezialisierte Riechzellen, die die Duftstoffe binden und in elektrische Signale umwandeln. Über den Riechnerv werden diese Informationen ans Gehirn weitergeleitet und als bestimmter Geruch eingeordnet.

Der Geschmackssinn liegt auf der Zunge. Über Geschmacksknospen auf der derselben werden fünf grundlegende Geschmacksrichtungen unterschieden:

  • süß
  • sauer
  • salzig
  • bitter
  • umami

Im Vergleich zum Geruchssinn ist das erstmal eine relativ grobe Einteilung, denn die feinen und entscheidenden Unterschiede, wie etwa die zwischen einem Apfel und einer Birne, erkennt letztendlich nicht die Zunge, sondern die Nase.

Warum sich der Geschmack ohne Geruch verändert

Ganze 80% des gesamten Geschmackserlebnisses macht die Nase aus. Beim Kauen werden Duftmoleküle freigesetzt, die aus dem Mundraum über den Nasen-Rachen-Raum zur Riechschleimhaut gelangen. Im Gehirn verschmelzen dann die Informationen aus Geschmacksknospen, Geruchssinn, Temperatur und Konsistenz zu dem, was als das eigentliche Aroma, der besondere und einzigartige Geschmack eines Lebensmittels oder Getränks wahrgenommen wird.

Ist der Geruchssinn beeinträchtigt oder geht ganz verloren, fehlen dem Gehirn wichtige Informationen. Das Essen schmeckt zwar noch süß oder salzig, aber die charakteristischen Nuancen sind nicht mehr wahrnehmbar. Der Kaffee schmeckt dann zum Beispiel nicht mehr nach Kaffee, sondern nach so etwas wie warmer, bitterer Brühe. Oder das frische Brot vom Bäcker nach fader Pappe.

Wie geht der Geruchssinn bei einer Nasenebenhöhlenentzündung verloren?

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung schwellen die Schleimhäute in Nase und Nebenhöhlen an und es wird vermehrt zäher Schleim produziert, so dass Nase und Nebenhöhlen verstopfen. Dadurch wird auch der Weg der Duftstoffe von Mund und Rachenraum zur Riechschleimhaut in der Nase blockiert. Entzündungsprozesse können die empfindlichen Riechzellen zusätzlich beeinträchtigen.

Das sind die eigentlichen Ursachen für den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes, denn dem Gehirn fehlen dann entscheidende Informationen – und das Essen schmeckt plötzlich nicht so wie gewohnt oder einfach nur fade. In der Fachsprache spricht man auch von einer sogenannten Anosmie, wenn der Geruchssinn vollständig verloren gegangen scheint, oder einer Hyposmie, wenn man nur noch eingeschränkt riechen oder schmecken kann.

Wie lange dauert der Verlust des Geruchs- und Geschmacksinns bei einer Sinusitis?

In den meisten Fällen kommt bei einer Nasennebenhöhlenentzündung der Geruchs- und Geschmacksinn ganz von alleine wieder zurück, sobald die entzündeten Schleimhäute abschwellen und die Nase wieder frei wird. Wie lange die Einschränkungen anhalten, ist bei jedem unterschiedlich. Wenn eine Nasennebenhöhlenentzündung in Folge einer Erkältung auftritt, können Geruch und Geschmack für einige Tage bis wenige Wochen eingeschränkt sein. Häufig kehrt der Geruchssinn schrittweise zurück – zuerst grob, dann feiner und differenzierter.

Was hilft bei einer Nasennebenhöhlenentzündung?

Neben bewährten Hausmitteln, wie Inhalieren, Nasenduschen oder viel trinken, sind bei einer akuten Sinusitis häufig auch medikamentöse Helferlein eine gute Wahl, um die lästigen Beschwerden zu lindern. Sinolpan mit dem Wirkstoff pflanzlichen Ursprungs Cineol, der aus Eukalyptusöl gewonnen wird, hilft bei einer Nasennebenhöhlenentzündung gleich auf mehreren Ebenen die Symptome zu bekämpfen: Cineol hilft dabei, die geschwollenen, gereizten Schleimhäute zu beruhigen und bekämpft die Entzündung. Zugleich regt es die Schleimlösung an und lässt den Schleim besser abfließen, wodurch Druckgefühl, Kopfschmerzen gelindert und das Atmen erleichtert wird.

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