Behandlung bei Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung

Zurück zur Übersicht

Ob grippaler Infekt, Nasennebenhöhlenentzündung oder chronischer Schnupfen – hinter einer laufenden oder verstopften Nase können verschiedene Ursachen stecken. Zum Glück gibt es einige bewährte Tipps und schleimlösende Hausmittel, die bei der Behandlung von Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung helfen können.

Frau sitzt mit Decke auf der Couch und trinkt Tee.

Erkältung, Sinusitis oder chronischer Schnupfen?

Laufende Nase, Niesen und Halsschmerzen – das sind meist die typischen Symptome einer Erkältung, die in der Regel nach einigen Tagen Ruhe wieder von selbst besser werden. Eine Nasennebenhöhlenentzündung, in der medizinischen Fachsprache auch Sinusitis genannt, hingegen macht sich häufig durch ein unangenehmes Drücken im Bereich der Stirn, Wangen oder hinter den Augen bemerkbar. Von der Entzündung können deshalb auch die Stirnhöhlen betroffen sein. Bei einem chronischen Schnupfen läuft die Nase über Wochen oder Monate hinweg, was den Alltag ganz schön erschweren kann.

Bei einem grippalen Infekt und einer Nasennebenhöhlenentzündung sind die häufigsten Auslöser klassische Erkältungsviren. In vielen Fällen geht einer Sinusitis eine Erkältung voraus, bei der sich die krankmachenden Übeltäter auch auf die Schleimhäute in den Nebenhöhlen ausbreiten. Allergien gegen Pollen, Staub oder Tierhaare stecken häufig hinter einer dauerhaft verstopften oder laufenden Nase.

Wie läuft eine typische Erkältung mit Sinusitis ab?

Etwa ein bis zwei Tage nach der Ansteckung mit Erregern macht sich das durch ein Kratzen bzw. leichte Schmerzen im Hals bemerkbar. Danach folgen auch schon bald weitere klassische Erkältungssymptome: Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen. Gleichzeitig verstopft die Nase und es kommt häufig zur Entzündung der Nasennebenhöhlen. Eine Erkältung mit Sinusitis läuft typischerweise so ab:

1. Infektion der oberen Atemwege 

  • Dauer: 1–2 Tage
  • Kratzen oder Schmerzen im Hals
  • Müdigkeit
  • Wässriger Schnupfen 
  • Schleimhäute in der Nase schwellen an

2. Klassische Erkältung 

  • Dauer: 2–4 Tage
  • Zunehmend dickflüssiges Sekret 
  • Druckgefühl im Kopf 
  • Husten 
  • Schleimhäute in den Nebenhöhlen schwellen an

3. Entzündung der Nasennebenhöhlen

  • Dauer: 3–7 Tage
  • Druckschmerz im Bereich Stirn und Wangen 
  • Verstopfte Nase
  • Kopfschmerzen, besonders beim Bücken
  • Beeinträchtigung des Geruchs- und Geschmackssinns 

4. Abklingen der akuten Entzündung

  • Schleimhäute schwellen wieder ab
  • Druck und Kopfschmerzen nehmen ab
  • Häufig noch anhaltender Reizhusten 
     
Infografik des Verlaufs einer Erkältung mit Sinusitis.

Eine Nasennebenhöhlenentzündung beginnt meist mit einem Infekt der oberen Atemwege, die sich auf die Nebenhöhlen in Stirn, Wangen und Kiefer ausbreiten kann.

Behandlung bei Nasennebenhöhlenentzündung und Schnupfen: schleimlösende Hausmittel

Wenn sich bei einer Erkältung eine Sinusitis ankündigt, können einfache Hausmittel helfen, den zähen Schleim in den Nasennebenhöhlen zu lösen, das Atmen zu erleichtern und die Sinusitis natürlich zu behandeln:

Inhalieren mit Dampf

  • befeuchtet die Schleimhäute, löst zähen Schleim und erleichtert das Atmen
  • Zusätze wie Kamille, Fenchel oder etwas Eukalyptus sind besonders wohltuend

Nasen spülen und pflegen

  • Nasenspülung mit Salzlösung oder salzhaltige Sprays
  • hilft Sekret und Erreger aus der Nase zu spülen

Ausreichend trinken

  • am besten Wasser oder Kräutertees 
  • hilft, dass das Nasensekret wieder dünnflüssiger wird

Feuchtwarme Kompressen für Stirn und Wangen

  • Wärme hilft den Schleim in den Nebenhöhlen zu lockern 
  • unterstützt die Linderung von Druckschmerzen

Medikamente pflanzlichen Ursprungs als wirksame Unterstützung

  • Ein bewährter Wirkstoff ist Cineol, der die Produktion des dickflüssigen Sekrets vermindert und den festsitzenden Schleim löst.
     

Sinusitis behandeln: Immunsystem unterstützen

Vorbeugen ist meist die beste Behandlung, um erst gar keinen Schnupfen oder eine Nasennebenhöhlenentzündung zu bekommen. Mit einem starken Immunsystem haben Krankheitserreger wenig Chancen. So bleibt das Immunsystem auf Trab:

  • Gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse versorgt den Körper mit wichtigen Vitaminen.
  • Viel Bewegung an der frischen Luft hält fit und stärkt das Immunsystem. Auch Wechselduschen und Sauna sind gesund.
  • Clever kleiden: Mit mehreren Schichten übereinander lässt sich schnell auf wechselnde Temperaturen reagieren.
  • Bei nasskaltem Schmuddelwetter helfen ein warmes Bad und heißer Tee die Unterkühlung schnell zu lindern.
  • Ruhe und Entspannung gönnen: Zu viel Stress schadet dem Immunsystem.
  • Mäßig heizen, regelmäßig lüften und auf die richtige Luftfeuchtigkeit achten. Ein Wasserbehälter an der Heizung verhindert zu trockene Raumluft.
  • Regelmäßiges Händewaschen verhindert die Keimübertragung. Auch Desinfizieren kann schützen.
     
Frau putzt sich die Nase

Tipp: Nase richtig putzen

Damit infizierter Schleim nicht in die Nebenhöhlen oder das Mittelohr gelangt, am besten beim Schnäuzen immer ein Nasenloch zuhalten. Übrigens: Das etwas unfeine „Hochziehen“ des Schleims schützt die Nasenebenhöhlen besser als das Schnäuzen.

Behandlung Nasennebenhöhlenentzündung: Wann zum Arzt?

Ein grippaler Infekt und auch eine akute Entzündung der Nasennebenhöhlen können in vielen Fällen ohne Gang zum Arzt behandelt werden. Bei folgenden Beschwerden sollte aber in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden:

  • Hohes Fieber
  • Schwellungen im Gesicht
  • Grünlich gefärbter, zäher Schleim
  • Deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustandes
  • Keinerlei Ansprechen auf eine eingesetzte Therapie

Was hilft bei Nasennebenhöhlenentzündung?

Neben bewährten Hausmitteln, wie Inhalieren mit warmem Wasserdampf, viel trinken oder befeuchtende Nasenduschen können rezeptfreie Mittel aus der Apotheke bei einer Nasennebenhöhlenentzündung unterstützen. Sinolpan mit dem Wirkstoff pflanzlichen Ursprungs Cineol aus Eukalyptusöl, bekämpft die Symptome einer Sinusitis und die Entzündung der angeschwollenen Schleimhäute, löst den Schleim, befreit die Nase und lindert das Druckgefühl

Medizinische Fragen

med.wiss@engelhard.de

Kontaktiere uns

+49 (0) 6101 539 300
Mo–Fr 07:30–17:00 Uhr

info@engelhard.de