Verstopfte Nase, Druck im Gesicht, pochende Kopfschmerzen – die typischen Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) können richtig unangenehm sein. Zum Glück gibt es ein wohltuendes Hausmittel, dass sich bei einer Sinusitis schon mehr als bewährt hat: Inhalieren. Warum das Einatmen von Wasserdampf bei einer Nasennebenhöhlenentzündung helfen kann und wie genau Inhalieren funktioniert.

Wie Inhalieren bei Sinusitis helfen kann
Beim Inhalieren steigt warmer Wasserdampf auf und legt sich sanft auf die durch die Sinusitis gereizten Schleimhäute der Nase und Atemwege. Die Nase und Nebenhöhlen werden befeuchtet, festsitzendes Sekret wird dadurch wieder flüssiger und beginnt sich zu lösen. Mit jedem Atemzug kann so der Druck im Kopf etwas abnehmen und das Atmen durch die Nase fühlt sich wieder freier an. Inhalieren hilft auf diese Weise vor allem dabei, Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung zu lindern und den natürlichen Reinigungsmechanismus der Nase und Nasennebenhöhlen aktiv zu unterstützten.
Die richtige Temperatur beim Inhalieren
Damit das bewährte Hausmittel seine wohltuenden Eigenschaften bei einer Sinusitis optimal entfalten kann, spielt die richtige Temperatur beim Inhalieren eine entscheidende Rolle. Der Dampf sollte warm, aber nicht zu heiß sein. Für Erwachsene empfiehlt sich Wasser mit einer Temperatur von etwa 60 bis 70 °C. In diesem Bereich entsteht ausreichend Dampf, ohne die empfindlichen Schleimhäute zu reizen. Auch der Abstand zum Gefäß ist entscheidend: Bei rund 20 bis 30 Zentimetern lässt sich der Dampf gut einatmen, ohne unangenehm zu werden.
Wie oft und wie lange inhalieren bei Nasennebenhöhlenentzündung?
Meist reichen fünf bis zehn Minuten inhalieren aus, um den Schleimhäuten bei einer Sinusitis spürbar Erleichterung zu verschaffen. Bei akuten Beschwerden sind zwei- bis viermal täglich sinnvoll. Wenn sich beim Inhalieren Schwindel einstellt oder das Atmen als unangenehm empfunden wird, am besten eine kurze Pause einlegen. Hilfreich ist es, das Handtuch zwischendurch leicht anzuheben und frische Luft hereinzulassen.
So geht Inhalieren bei einer Sinusitis: Schritt für Schritt
1. Wasser erhitzen: Einen großen Topf oder Wasserkocher mit Wasser füllen und zum Kochen bringen. Danach 3–5 Minuten abkühlen lassen, bis das Wasser etwa 60–70 °C erreicht hat.
2. Hitzebeständiges Gefäß: Das heiße Wasser bis knapp unter den Rand in eine stabile, hitzebeständige Schüssel füllen und am besten auf einen Küchentisch stellen.
3. Abstand halten: Bequem auf einem Stuhl vor die Schüssel setzen und den Kopf etwa 20–30 cm über dem Wasser halten, um Verbrennungen zu vermeiden.
4. Dampf bündeln: Ein großes Handtuch über Kopf und Schüssel legen, sodass der Dampf konzentriert aufsteigt, aber noch ausreichend frische Luft hineinkommt.
5. Ruhig atmen: Langsam und gleichmäßig durch die Nase ein- und den Mund ausatmen – am besten nicht zu tief oder hastig, um Schwindel zu vermeiden.
Inhalieren mit Zusätzen: Was ist bei einer Nasennebenhöhlenentzündung sinnvoll?
Beim Inhalieren mit Wasserdampf können auch Zusätze beigemischt werden, die die wohltuenden Eigenschaften unterstützen:
Salz
- kann helfen, festsitzenden Schleim zu verflüssigen
- am besten unbehandeltes Meersalz verwenden
- Speisesalz mit Jod ist nicht zum Inhalieren geeignet
Ätherische Öle
- aus Kamille, Eukalyptus oder Salbei haben beruhigende Eigenschaften
- hochkonzentriert, deshalb sparsam einsetzen, um die Atemwege nicht zusätzlich zu reizen
- nicht für Asthmatiker oder Kinder geeignet
Cineol: Hilfe bei Nasenebenhöhlenentzündung
Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung kann Sinolpan mit dem Wirkstoff pflanzlichen Ursprungs Cineol aus Eukalyptusöl helfen – sowohl bei akuten als auch chronischen Beschwerden. Cineol beruhigt die geschwollenen Schleimhäute, bekämpft die Entzündung an der Ursache und sorgt gleichzeitig dafür, dass der Schleim besser abfließt. So wird der unangenehme Druck im Gesicht weniger, Kopfschmerzen lassen nach und das Atmen fällt wieder leichter.



