Mann im Freien stehend atmet ein.

Sinusitis: Ursachen, Symptome, Verlauf und Behandlung

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Die Nase ist verstopft, der Kopf dröhnt und Stirn und Wangen schmerzen – eine Entzündung der Nasennebenhöhlen tritt meist zusammen mit einer Erkältung auf und kann ganz schön hartnäckig sein. In den meisten Fällen ist eine Sinusitis gut behandelbar und klingt nach einiger Zeit von selbst wieder ab. Wichtig ist, bei einer Nasennebenhöhlenentzündung die Symptome zu verstehen und zu wissen, was dagegen helfen kann – und wann ärztliche Hilfe gefragt ist.

01 Was ist eine Sinusitis?

Infografik über die Lage der Nasenneben-höhlen.

Eine Nasennebenhöhlenentzündung, oder in der medizinischen Fachsprache Sinusitis genannt, ist gerade in den Herbst- und Wintermonaten ein häufiges Übel. Im Gegensatz zum Erkältungsschnupfen entzünden sich bei einer Sinusitis die Schleimhäute in Nase und Nasennebenhöhlen. Beim Schnupfen sind nur die Schleimhäute in der Nase betroffen. Eine Sinusitis tritt häufig in Folge einer Erkältung auf. 
 

Wo liegen die Nasennebenhöhlen?

Die Nasennebenhöhlen zählen zu den oberen Atemwegen und sind direkt mit der Nase verbunden. Sie liegen im Schädelknochen und ziehen sich von der Stirn bis hinunter in den Bereich des Oberkiefers. Unsere Nebenhöhlen bestehen aus vier unterschiedlichen Bereichen:

  • Stirnhöhlen
  • Kieferhöhlen
  • Keilbeinhöhle
  • und den sogenannten Siebbeinzellen

02 Wie entsteht eine Sinusitis?

In den Herbst- und Wintermonaten, wenn unsere Schleimhäute durch trockene Heizungsluft und kalte Temperaturen zunehmend gereizt sind, können krankmachende Übeltäter wie Erkältungsviren leichter in die Nase eindringen – und auch in unsere Nebenhöhlen.

Eine Sinusitis entsteht, wenn sich die Schleimhäute in Nase und Nebenhöhlen entzünden. Dabei schwellen die Schleimhäute an, wodurch die feinen Verbindungen zwischen Nase und Nebenhöhlen blockiert werden – Flüssigkeit und Schleim können nicht mehr richtig abfließen und stauen sich an. Viren oder Bakterien finden dort einen idealen Platz, um sich weiter zu vermehren.

Wie läuft eine Nasennebenhöhlenentzündung typischerweise ab?
Eine Sinusitis beginnt häufig mit klassischen Erkältungssymptomen wie Schnupfen und entzündeten Nasenschleimhäuten. Weitet sich die Entzündung auch auf die Nasennebenhöhlen aus, kann aus dem lästigen Erkältungsschnupfen eine hartnäckigere Sinusitis werden.

Infografik über den Verlauf einer Nasennebenhöhlenentzündung.

1. Infekt der oberen Atemwege: 
Viren greifen die Nasenschleimhaut an, die daraufhin anschwillt und vermehrt Sekret produziert.

Infografik über Schwellung der Nasennebenhöhlen.

2. Abfluss blockiert:
Durch die Schwellung werden die kleinen Durchgänge zwischen Nase und Nebenhöhlen verstopft.

Infografik über Sekretstau in den Nasennebenhöhlen.

3. Sekretstau in den Nebenhöhlen: 
Das produzierte Sekret kann nicht mehr abfließen und sammelt sich in den Nebenhöhlen.

Infografik über Vermehrung der Viren bei Nasennebenhöhlenentzündung.

4. Vermehrung von Viren:
Die feuchte, warme Umgebung in den verstopften Nebenhöhlen ist ein perfekter Nährboden, indem sich Viren weiter vermehren können.

Infografik über Ausweitung der Entzündung der Nasennebenhöhlen.

5. Entzündung weitet sich aus:
Die Schleimhäute in den Nebenhöhlen entzünden sich, schwellen weiter an und bilden noch mehr zähen Schleim – die Beschwerden verstärken sich.

Infografik über Druckschmerzen bei Nasennebenhöhlenentzündung.

6. Schmerzen und Druck:
Es entwickeln sich die für eine Sinusitis typischen Druckschmerzen im Kopf- und Gesichtsbereich. Die Beschwerden nehmen beim Bücken, Niesen oder Aufstehen zu.

03 Welche Formen der Sinusitis gibt es?

Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann, je nach Dauer, akut oder chronisch sein. Auch je nachdem welche Nebenhöhlen betroffen sind, werden unterschiedliche Formen der Sinusitis unterschieden. Neben der klassischen Nebenhöhlenentzündung durch Erklältungsviren gibt es noch weitere Ursachen, die hinter einer Entzündung stecken können.

Wann ist eine Sinusitis akut oder chronisch?
Hinter einer akuten Sinusitis stecken in der Regel Viren, seltener Bakterien. Die typischen Symptome, wie eine verstopfte Nase, Abgeschlagenheit und Kopfdruck, klingen meist nach 1-2 Wochen wieder ab. 

Bei einer chronischen Sinusitis halten die Beschwerden länger als 12 Wochen an und werden häufig durch Allergien, nicht ausgeheilte Entzündungen oder auch anatomische Engstellen – also, wenn Schleim und Flüssigkeit aufgrund des Aufbaus der Nase und den Nebenhöhlen nicht richtig abfließen können – ausgelöst.

Frau sitzt auf einem Sofa und putzt sich die Nase.

Welche Nebenhöhlen können sich entzünden?

Im Grunde können sich alle Nebenhöhlen entzünden. Je nachdem welche das sind, werden verschiedene Arten einer Sinusitis unterschieden. Am häufigsten betroffen sind die Kiefer- und Siebbeinhöhlen. Sind mehrere Nebenhöhlen entzündet, spricht man von einer Polysinusitis, sind alle betroffen von einer Pansinusitis. In der Alltagssprache wird einfachheitshalber aber meist der Begriff Nebenhöhlenentzündung für alle verschiedenen Arten verwendet. 

  • Sinusitis maxillaris = Kieferhöhlenentzündung: Betrifft die Kieferhöhlen, oft mit Beschwerden im Oberkieferbereich.
  • Sinusitis frontalis = Stirnhöhlenentzündung: Entzündung der Stirnhöhlen mit typischen Stirnkopfschmerzen.
  • Sinusitis ethmoidalis = Siebbeinzellenentzündung: Betrifft die Siebbeinzellen, was oft Beschwerden hinter und zwischen den Augen verursachen kann.
  • Sinusitis sphenoidalis = Keilbeinhöhlenentzündung: Entzündung der Keilbeinhöhle, was Schmerzen im Hinterkopf auslösen kann.
Junge Frau fasst sich mit geschlossenen Augen an die Nase.

Welche Ursachen können noch hinter einer Sinusitis stecken?

Wenn keine Erkältungsviren oder Bakterien hinter einer Sinusitis stecken, können noch ein paar andere Ursachen als Auslöser für entzündete Nebenhöhlen in Frage kommen: 

  • Dentogene Sinusitis: Eine Sinusitis, die ihren Ursprung in einer Zahnerkrankung hat.
  • Barosinusitis: Entsteht durch Druckschwankungen, wie beim Fliegen oder Tauchen.
  • Allergische Sinusitis: Ausgelöst durch allergische Reaktionen, die zu einer chronischen Entzündung führen können.

04 Was sind die typischen Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung?

Auch wenn Schnupfen und eine Sinusitis häufig zusammen auftreten können und beide meist durch Erkältungsviren ausgelöst werden, unterscheiden sie sich dennoch deutlich in den auftretenden Symptomen. 

Typisch für einen klassischer Erkältungsschnupfen ist eine laufende Nase und ein eher milder Verlauf. Bei einer Sinusitis bildet sich zäher, dickflüssiger Schleim in Nase und Nebenhöhlen, der viele der typischen Beschwerden verursacht:

  • Icon Befreit die Nase

    Verstopfte Nase & erschwerte Nasenatmung

    Nase und Nebenhöhlen sind durch dickflüssigen, oft gelb-grünlichen Schleim verstopft, was das Atmen durch die Nase erschwert. Zusätzlich können Geruchs- und Geschmackssinn eingeschränkt sein. 
  • Icon Druckgefühl

    Druckbeschwerden & Druckgefühl

    Typisch sind Druckschmerzen im Bereich der Nase, Stirn und den Wangen. Hier sitzen die Nebenhöhlen, die am häufigsten von einer Entzündung betroffen sind. Die Beschwerden können auch im Bereich der Augen und dem Oberkiefer auftreten.
  • Icon Kopf mit Pfeilen

    Kopfdruck & Kopfschmerzen

    Eine Sinusitis wird häufig von dumpfen Kopfschmerzen und einem starken drückenden Gefühl im Kopf begleitet. Die Beschwerden verschlimmern sich in der Regel beim Bücken, Treppensteigen oder Husten.
  • Icon Batterie

    Abgeschlagenheit & Müdigkeit

    Bei einer Sinusitis ist das Krankheitsgefühl häufig stärker ausgeprägt als bei einer klassischen Erkältung. Manchmal können zu Abgeschlagenheit und Müdigkeit auch Fieber hinzukommen.

05 Was können die Ursachen einer Sinusitis sein?

In den meisten Fällen steckt hinter einer Sinusitis ein gewöhnlicher Virusinfekt der oberen Atemwege. Aber auch Allergien, anatomische Besonderheiten oder ein geschwächtes Immunsystem können dazu beitragen, dass eine Nasennebenhöhlenentzündung auftritt oder in manchen Fällen einen chronischen Verlauf nimmt. 

06 Wie lange dauert eine Sinusitis?

Ist eine Sinusitis in Folge von einem viralen Infekt entstanden, dauert es meist zwischen 10 und 14 Tagen bis die akuten Symptome wieder abklingen. Manchmal kann es auch etwas länger dauern. Hausmittel wie Inhalieren oder pflanzliche Helferlein aus der Apotheke können dabei unterstützen, die typischen Symptome zu lindern.

Von einer chronischen Sinusitis spricht man, wenn die Beschwerden länger als 12 Wochen andauern. Meist stecken dann andere Ursachen dahinter wie eine Allergie oder anatomische Besonderheiten der Nase und den Nasennebenhöhlen. Die Symptome sind meist etwas weniger ausgeprägt als bei einer akuten Entzündung, dauern aber über einen viel längeren Zeitraum an und können den Alltag erschweren.

07 Was hilft bei einer Sinusitis?

Ob akut oder chronisch – wenn die Nebenhöhlen entzündet sind, ist das vor allem eins: unangenehm und lästig. Zum Glück gibt es so einiges, was man gegen eine Sinusitis tun kann. Verschiedene Hausmittel und auch Mittel aus der Apotheke, wie Sinolpan mit dem Wirkstoff pflanzlichen Ursprungs Cineol, haben sich bei den typischen Symptomen einer Sinusitis bewährt.

Frau mit Bademantel und Handtuch inhaliert ein Kamillendampfbad.

Dampf inhalieren

Warmer Wasserdampf mit oder ohne ätherische Öle oder Zusätzen wie z.B. frische Kamille, ist eine echte Wohlttat bei Entzündungen der Nase und den Nebenhöhlen. Inhalieren befeuchtet die gestressten Schleimhäute und hilft, festsitzenden Schleim zu lösen. Am besten immer darauf achten, dass das Wasser beim Inhalieren nicht zu heiß ist. 

Utensilien für eine Nasenspülung auf einem braunen Holztisch.

Nase spülen

Mit einer Kochsalzlösung lassen sich Staub, Pollen und überschüssiges Sekret aus der Nase spülen. Die Nasenspülung hilft gleichzeitig dabei, die Schleimhäute zu reinigen und zu befeuchten. Dafür am besten über ein Waschbecken beugen, den Kopf zur Seite neigen, die Lösung in ein Nasenloch einfüllen und aus dem anderen wieder abfließen lassen.

Frau mit Wolldecke und Teetasse auf einem Sofa.

Viel trinken

Wie bei einer Erkältung ist auch bei einer Sinusitis viel trinken wichtig. Das hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten, sodass überschüssiges Sekret leichter abfließen kann. Zwei bis drei Liter Tee oder Wasser pro Tag sind ideal. Auch Gemüsebrühe oder eine wohltuende Hühnersuppe unterstützen den Flüssigkeitshaushalt bei einer Nasennebenhöhlenentzündung.

Schlafende Frau im Bett.

Ruhe und Entspannung

Viel Schlaf und Erholung ist die beste Medizin – auch bei einer Nasennebenhöhlenentzündung. Ist die Nase verstopft und die Nebenhöhlen entzündet, kann oft eine erhöhte Schlafposition angenehmer sein. Wichtig ist vor allem auch, Stress zu vermeiden und seinem Körper ausreichend Zeit zu gönnen, sich vollständig zu erholen.

Frau benutzt ein Nasenspray.

Abschwellende Nasensprays

Nasensprays, die abschwellende Eigenschaften haben, können bei entzündeten und geschwollenen Schleimhäuten in Nase und Nebenhöhlen sinnvoll sein. Sie verschaffen schnelle Erleichterung beim Atmen, sollten aber nicht länger als fünf bis sieben Tage am Stück verwendet werden – sonst kann sich die Nasenschleimhaut daran gewöhnen. Um die unangenehmen Symptome rasch zu lindern, sind Nasensprays ein gutes Mittel. Um die eigentliche Ursache – die Entzündung – zu behandeln, sind sie allerdings nicht geeignet.

Eukalyptusblätter am Baum hängend

Cineol – natürlich wirksam

Cineol ist ein bewährter Wirkstoff pflanzlichen Ursprungs zur Behandlung von Atemwegserkrankungen – so auch bei einer Sinusitis. Der Wirkstoff natürlichen Ursprungs wird aus Eukalyptusblättern gewonnen und bekämpft nicht nur die Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung, sondern auch deren Ursache: die entzündeten Schleimhäute.

Dein Schnupfen klammert?

Manche Dinge wird man nicht so leicht los. Spätestens wenn aus einem Schnupfen eine Nasennebenhöhlenentzündung wird, heißt es, aktiv werden: Mach einfach Schluss!

Bei Schnupfen mit Sinusitis kann Sinolpan dabei unterstützen:

  • Löst den Schleim
  • Befreit die Nase
  • Lindert das Druckgefühl
  • Bekämpft die Entzündung
Abbildung einer Packung Sinolpan forte 200 mg.

Sinolpan forte 200 mg

Mit Cineol, einem Wirkstoff pflanzlichen Ursprungs, bekämpft Sinolpan forte 200 mg magensaftresistente Weichkapseln die Entzündung und befreit die Nase.

Bei akuten und chronischen Beschwerden für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren.

08 Wann zum Arzt bei einer Sinusitis?

Wenn die Symptome einer Sinusitis länger als 14 Tage anhalten, sich verschlimmern, wenn hohes Fieber (über 39 °C), starke Kopf- oder Gesichtsschmerzen, Schwellungen um die Augen, Sehstörungen, Verwirrtheit oder ein anhaltender Geruchsverlust hinzukommen, ist es ratsam sofort einen Arzt aufzusuchen.

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