Früher oder später bekommt es in der kalten Jahreszeit fast jeder mal mit einer Erkältung und Schnupfen zu tun. Und mitunter entwickelt sich das ganze auch zu einer unangenehmen Nasennebenhöhlenentzündung, in der Fachsprach auch Sinusitis genannt. Aber was verursacht eine solche Nasennebenhöhlenentzündung?
01 Was löst Schnupfen und Sinusitis aus?
Der typische Weg zu einer Nasennebenhöhlenentzündung führt über eine klassische Erkältung, in deren Verlauf es in der Regel auch zu einem Schnupfen kommt, der sich in eine Nasennebenhöhlenentzündung weiterentwickeln kann. Ausgelöst wird das lästige Paket durch Viren, am häufigsten von Influenza-, Rhino-, Parainfluenza- und Coronaviren. Sehr viel seltener sind auch Bakterien die Ursache.
Dass Erkältungen in der kalten Jahreszeit Hauptsaison haben, hat nur bedingt mit Nässe und Kälte zu tun – diese Faktoren erleichtern den Viren aber ihr Spiel: Trockene Heizungsluft und niedrige Temperaturen reizen unsere Schleimhäute und schwächen ihre Abwehrmechanismen. So finden Viren leichter den Weg in unsere Nasen.
Auch wenn Erkältungen die mit Abstand häufigste Ursache einer Nasennebenhöhlenentzündung sind, gibt es noch eine ganze Reihe anderer Auslöser:
Finden die Viren den Weg zu unserer Nasenschleimhaut, geht der Körper aktiv dagegen vor – die Schleimproduktion steigt, die Nase läuft und befreit sich so nach und nach von den Viren. Man spricht dann von einem Erkältungsschnupfen, einer „akuten Rhinitis“. Die Nasennebenhöhlenentzündung wird als Folge eines solchen Schnupfensverursacht – wie der Name schon sagt, ist entscheidend, dass nun auch die Nasennebenhöhlen betroffen sind. Wenn sowohl die Schleimhäute der Nase als auch die Nasennebenhöhlen entzündet sind, nennt man das eine Rhinosinusitis.
03 Welche Symptome deuten auf eine Sinusitis hin?
- Druckschmerzen an Stirn oder Wangen
- Druckschmerzen beim Vornüberbeugen
- Schnupfen und verstopfte Nase
- Riech- und Geschmacksstörungen
- Gestörter Schlaf und Abgeschlagenheit
04 Wo genau befinden sich die Nasennebenhöhlen?

Insgesamt vier verschiedene Paare von Nasennebenhöhlen sind mit der Nasenhöhle verbunden – und können, unabhängig von der Ursache, einzeln oder auch alle zusammen von einer Entzündung betroffen sein. Bei mehreren entzündeten Nebenhöhlen spricht man von einer Polysinusitis, sind alle in Mitleidenschaft gezogen von einer Pansinusitis, meist wird aber der allgemeine Begriff Sinusitis verwendet.
Wie die Grafik zeigt, liegen die Nebenhöhlen über, neben und hinter der Nase. Sie sind mit Luft gefüllt und dienen zum einen dazu das Gewicht des menschlichen Kopfes zu verringern. Gleichzeitig helfen sie aber auch, die einströmende Atemluft anzufeuchten und auf eine angenehme Temperatur zu bringen.
Wenn unsere oberen Atemwege gesund sind, arbeiten die Zellen auf der Oberfläche der Nebenhöhlen wie ein gut eingespieltes Putzteam. Eine Zellenart produziert flüssiges Sekret und eine zweite Zellenart besitzt feinste Flimmerhärchen. Das Sekret und die Bewegung der Härchen transportieren gemeinsam eindringende Erreger und Schmutzpartikel zum Rachen, wo sie abgehustet oder geschluckt werden.
Wenn zu viele Erreger in Nase und Nebenhöhlen gelangen, schwellen die Schleimhäute an. Das Sekret, das normalerweise zur Selbstreinigung dient, kann nicht mehr abfließen. Dieser Stau ist die mechanische Ursache einer Nasennebenhöhlenentzündung: Die Öffnungen zwischen Nebenhöhlen und Nase verstopfen, was die Belüftung behindert. In diesem feuchtwarmen Klima fühlen sich die Erreger jetzt besonders wohl und vermehren sich schnell. Eine Entzündung entsteht und es wird besonders dickflüssiger Schleim produziert, der die Hohlräume weiter verstopft.
Bei einer Sinusitis hilft oft schon eine Kombination aus Ruhe, Wärme und Feuchtigkeit: Viel trinken, Inhalieren mit Wasserdampf und warme Umschläge auf Stirn und Nebenhöhlen können den Druck lindern und helfen, festsitzenden Schleim zu lösen. Zusätzlich bekämpfen natürliche Arzneimittel wie Sinolpan mit Cineol, einem Wirkstoff pflanzlichen Ursprungs, die Entzündung und unterstützen dabei, die Nase zu befreien.


