Tipps für die Nachtruhe bei Nasennebenhöhlenentzündung
Wenn es unser Immunsystem mit einer Entzündung zu tun hat, ist genügend Schlaf ein wesentlicher Teil der Genesung. Das gilt auch bei einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) – umso ungünstiger, dass zu den vielen lästigen Symptomen fast immer auch eine verstopfte Nase gehört. Und ist abends die Nase zu, lässt Schlaf meist vergeblich auf sich warten.

Nase verstopft – am besten Nasenspray?
Genug schlafen ist immer eine gute Idee, wenn unser Immunsystem mit Störenfrieden zu tun hat. Denn in den Nachtstunden arbeitet das menschliche Immunsystem auf Hochtouren – auch wenn es tagsüber nicht auf der faulen Haut liegt, ist es quasi „nachtaktiv“. Zusätzlich gehören bei einer Nasennebenhöhlenentzündung Abgeschlagenheit und Müdigkeit ohnehin zu den häufigsten Symptomen. Ist dann abends vor dem Schlafengehen immer noch die Nase zu, hat verständlicherweise kaum jemand Lust auf zeitintensive Maßnahmen, wie inhalieren mit warmem Wasserdampf oder die Nase mit einer weiteren Kochsalzlösung zu spülen.
Da sind Nasensprays mit abschwellenden Eigenschaften meist das schnellste Mittel der Wahl. Solche Sprays können bei entzündeten und geschwollenen Schleimhäuten in Nase und Nebenhöhlen das Atmen erleichtern und so verstopften Nasen eine gute Hilfe zu einer erholsamen Nacht sein. Meist bringt die Anwendung nach wenigen Minuten die erhoffte Wirkung.
Abends immer Nase zu? Nasensprays nicht dauerhaft anwenden
Allerdings ist davon abzuraten, solche Sprays länger als fünf bis sieben Tage am Stück zu nutzen. Denn man geht sonst das Risiko ein, dass sich die Nasenschleimhaut daran gewöhnt und der sogenannte Rebound Effekt einsetzt: Nach dem Absetzen des Sprays schwillt die Nase noch schneller zu und auch im normalen Zustand fällt das Atmen schwerer. Allgemein sind Nasensprays auch nur geeignet, das Symptom der verstopften Nase zu lindern. An der eigentlichen Ursache der Nasennebenhöhlenentzündung – der Entzündung – ändern sie nichts.
Was tun, wenn die Nase abends verstopft ist?
Inhalieren, Wasserdampf – selbstverständlich sind alle Punkte, die allgemein bei einer Sinusitis helfen können, auch förderlich, wenn es um die abends immer besonders verstopfte Nase geht. Um für eine angenehme und erholsame Bettruhe zu sorgen, können vor allem diese Maßnahmen unterstützen:
- Genügend Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer ist nicht nur bei einer Sinusitis ein guter Tipp. Ein Luftbefeuchter oder eine Wasserschale auf dem Heizkörper können hier helfen – denn durch zu trockene Luft werden Schleimhäute zusätzlich gereizt.
- Ein Erkältungsbad mit entsprechenden Zusätzen kann eine bessere Nachtruhe fördern – Wasserdampf mit ätherischen Ölen befeuchtet die Schleimhäute und erleichtert das Atmen bei verstopfter Nase. Sozusagen als Bonus entspannt sich die Muskulatur durch ein warmes Bad.
- Wie man sich bettet, so liegt man – das gilt auch beim Schlafen mit Nebenhöhlenentzündung. Den Kopf bzw. den Oberkörper zu erhöhen, kann in dem Fall hilfreich sein, um den Schleim besser in den Rachen abließen zu lassen. Unter Umständen genügt dazu bereits ein oder mehrere große Kissen.
- Entspannende Rituale am Abend können zu besserem Schlaf verhelfen. Manche Gewohnheiten wie zu späte, deftige Mahlzeiten oder zu viel Zeit mit dem Smartphone bewirken oft das Gegenteil.
Nase zu? Welche Wirkstoffe bei einer Nasennebenhöhlenentzündung helfen
Eine abendlich verstopfte Nase ist ja leider nur eins der Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung. Neben dem Problem, dass ein abschwellendes Nasenspray nur eine Woche lang eingesetzt werden sollte, gilt bei einer Nasennebenhöhlenentzündung generell, dass ärztlicher Rat nach Beschwerden, die länger als 10 Tage dauern, eine gute Idee ist.
Damit nicht nur das Symptom „Nase zu“ bekämpft wird, sondern auch die die Ursache der Sinusitis, können auch entsprechende Medikamente eingenommen werden. ´“Schwere“ Mittel kommen dabei eher selten in Frage: Unter Umständen etwa kortisonhaltige Nasensprays bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung oder Antiobiotika, wenn die Ursache bakterieller Natur ist – was meist nicht der Fall ist.
Schleimbildung bei verstopfter Nase regulieren
Wenn es darum geht, sowohl die Schleimbildung bei verstopfter Nase unter Kontrolle zu bringen als auch der Entzündung etwas entgegenzusetzen, sind einige Wirkstoffe pflanzlichen Ursprungs eine gute Option. Etwa Cineol, das aus Eukalyptusöl gewonnen wird: Es befreit die Nase, indem es die Schleimhäute abschwellen lässt und die Produktion dickflüssigen Schleims mindert und bekämpft gleichzeitig die Entzündung der Schleimhäute. Auch Sinolpan forte setzt auf den bewährten Wirkstoff, der als Schleimlöser die Symptome einer Sinusitis lindert und zudem die zugrunde liegende Entzündung bekämpft.


