Draußen eiskalter Frost, drinnen trockene Heizungsluft – der ständige Griff zum Taschentuch ist im Winter keine Seltenheit, wenn die Nase einfach nicht aufhören will zu laufen. Doch manchmal läuft auch gar nichts mehr und die Nase macht dicht. Was genau Fließschnupfen und Stockschnupfen bedeuten, welche Symptome typisch sind und was gegen eine ständig laufende oder verstopfte Nase hilft.

Stockschnupfen & Fließschnupfen
Ob verstopfte oder laufende Nase – medizinisch gesehen sind Stockschnupfen und Fließschnupfen zwei Seiten derselben Medaille, nämlich verschiedene Formen von Schnupfen. Im Verlauf einer Erkältung oder einem grippalen Infekt treten Stockschnupfen und Fließschnupfen häufig zusammen oder nacheinander auf und sind meist nicht klar voneinander zu trennen.
Typischerweise beginnt der Schnupfen zunächst wie ein Wasserfall: Es fühlt sich so an, als würde alles ungehindert aus der Nase laufen. Nach einigen Tagen, wenn die Schleimhäute durch die Entzündung anschwellen, kann der Schleim dicker werden und sozusagen hängenbleiben – der Fließschnupfen ist dann allmählich in einen Stockschnupfen übergegangen.
Was genau ist Fließschnupfen?
Wie der Name verrät, läuft beim Fließschnupfen das Nasensekret wie Wasser und der Taschentuchverbrauch steigt exponentiell an. Die Nasenschleimhaut produziert große Mengen dünnflüssiges Sekret, das nicht vollständig in der Nase gehalten werden kann und ständig nach außen oder den Rachen abläuft. Fließschnupfen tritt besonders häufig zu Beginn einer Erkältung auf, kann aber auch durch Allergien, Kälte oder andere Reizstoffe ausgelöst werden. Wer kenn es nicht, wenn bei Minustemperauren und dem ständigen Wechsel zwischen warmer und kalter Luft die Nase einfach nicht mehr aufhören will zu laufen.
Typische Symptome von Fließschnupfen
Die Produktion von vermehrtem Nasensekret ist zunächst eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers, um krankmachende Übeltäter und potenziell schädliche Reizstoffe wieder loszuwerden. Die typischen Symptome von Fließschnupfen sind:
- klares, dünnflüssiges Sekret
- dauerhaft laufende Nase
- trockene, juckende Nase
- gereizte Nasenschleimhäute
- tränende Augen und Niesreiz
- häufiges Schnäuzen
Was tun bei Fließschnupfen?
Bei Fließschnupfen ist es besonders wichtig, die gereizten Schleimhäute zu beruhigen und die Sekretbildung zu regulieren. Das geht mit einer regelmäßigen und schonenden Reinigung der Nase mit zum Beispiel Nasenduschen oder Nasenspülungen aus der Apotheke. Zusätzlich können bei Fließschnupfen unterstützen:
- ausreichend Flüssigkeit, um die Schleimhäute feucht zu halten
- befeuchtende Nasensprays mit Meerwasser
- Dampfinhalationen
- antiallergische Medikamente bei allergischem Fließschnupfen
Stockschnupfen – wenn die Nase dicht macht
Wenn die Nase dicht macht und alles ins Stocken gerät, dann hat sich im Laufe der Erkältung aus dem Fließschnupfen ein sogenannter Stockschnupfen entwickelt. Die Nasenschleimhäute sind angeschwollen und der Schleim wird zäh und dickflüssiger. Dieser kann die Nasengänge verstopfen und dadurch die Nasenatmung erschweren. Stockschnupfen tritt meist einige Tage nach Ausbruch der Erkältung auf, wenn die Schleimhäute sich zunehmend entzünden. Wenn die Nase über längere Zeit stark verstopft ist, kann sich die Entzündung auch auf die Nasennebenhöhlen ausbreiten.
Typische Symptome von Stockschnupfen
Stockschnupfen tritt häufig im Verlauf eines grippalen Infekts auf, es können aber auch chronische Ursachen oder Reaktionen auf Umwelteinflüsse, Allergien oder anatomische Veränderungen dahinterstecken. Die typischen Symptome von Stockschnupfen sind:
- dickflüssiges, zähes Sekret
- erschwerte Nasenatmung
- Druckgefühl im Kopf
- trockener Mund durch Mundatmung
- vermindertes Riechvermögen
Was hilft bei Stockschnupfen?
Wenn die Nase dicht macht, ist es vor allem wichtig die Abschwellung der Schleimhäute zu unterstützen, um die Nasenatmung wieder zu erleichtern. Beim Stockschnupfen sind hilfreich:
- abschwellende Nasensprays zur kurzfristigen Erleichterung der Atmung
- salzhaltige Nasensprays oder -spülungen, um den Schleim zu verflüssigen
- Dampfinhalationen, um festsitzendes Sekret zu lösen
- warme, feuchte Raumluft, insbesondere in der Heizperiode
Entwickelt sich aus einem Stockschnupfen trotz allem eine Nasennebenhöhlenentzündung, kann auch pflanzliche Unterstützung helfen. Sinolpan, mit dem aus Eukalyptus gewonnene Wirkstoff Cineol, wirkt entzündungshemmend, befreit die Nase und fördert die Schleimlösung.



