Sport bei Nasennebenhöhlenentzündung und Schnupfen

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Trainieren oder Pausieren?

Das Training läuft, du fühlst dich fit wie der sprichwörtliche Turnschuh, aber dann: Ein Kratzen im Hals, gefolgt von Schnupfen, Husten und schließlich verstopfter Nase – vielleicht noch eine Nasennebenhöhlenentzündung? Was nun? Sport bleiben lassen und ausruhen? Oder darf es trotz Schnupfen und sogar bei einer Nasennebenhöhlenentzündung doch ein bisschen Sport sein?

Frau mit Schnupfen macht eine Pause beim Sport im Schnee und putzt sich die Nase.

Der Sport ist dem Schnupfen erst mal egal

Egal wie ambitioniert, wer Sport treibt, kennt solche Situationen sicher: Der Trainingsplan fürs Gym steht, am Wochenende lockt das heißersehnte jährliche Hobbyturnier, das Timing für den Halbmarathon würde lückenlos zur persönlichen Bestzeit führen. Leider haben die Atemwege andere Vorstellungen: Schnupfen mitsamt Begleiterscheinungen, wenn’s richtig doof läuft, könnte es auch mal wieder zu einer Nasennebenhöhlenentzündung ausarten. Jetzt besser komplett auf Bewegung und Sport verzichten? Oder doch ein wenig weitertrainieren, um nicht völlig aus dem Takt zu kommen?

Schnupfen und Sport: Kommt es auf die Ursache an?

Ob Sport bei Schnupfen empfehlenswert ist, hängt tatsächlich von der Ursache der laufenden Nase ab. Wenn der Schnupfen durch eine Allergie ausgelöst wird, ist das kein Grund, auf Sport und Bewegung zu verzichten. Im Gegenteil, wenn der Gesamtzustand es zulässt, kann das sogar helfen. Selbstverständlich gibt es ein paar Dinge zu beachten, zum Beispiel starken Wind und allgemein die Tageszeit bei einer Pollenallergie. Aber ein Training des Herz-Kreislaufsystems und der Atemmuskulatur wirkt sich prinzipiell eher positiv aus.

Ob man bei einem erkältungsbedingten Schnupfen besser eine Pause vom sportlichen Treiben macht, ist pauschal nicht zu beantworten. Vor allem ist die Frage, wie heftig der Schnupfen ist, was für Beschwerden vielleicht noch im Gepäck sind und ob vielleicht doch ein grippaler Infekt dahintersteckt. Aber auch die Sportart und die Intensität der Bewegung sind zu berücksichtigen.

Wann ist es ok mit Schnupfen Sport zu machen?

Schnupfen ist natürlich erstmal nervig, aber zunächst ist die vermehrte Bildung von Nasensekret eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers, um krankmachende Eindringlinge und Schad- und Reizstoffe aus dem System zu spülen.

Und so spricht bei einer laufenden Nase im Allgemeinen nichts dagegen, Sport zu treiben – nur sollte man es langsamer angehen lassen, denn intensives Training schwächt den Körper. Dagegen bringen eine kleine Joggingrunde oder besser ein Spaziergang an der frischen Luft, etwas Yoga oder eine kurze Radtour den Kreislauf auf Trab. Aber nicht übertreiben, denn egal wie stark die Erkältungsviren sind, die den Schnupfen auslösen: Das Immunsystem braucht in jedem Fall Energie, um mit den Erregern fertig zu werden. Wer regelmäßig Sport treibt, verfügt in aller Regel über ein gewisses Maß an Körpergefühl. Auch darauf kannst  du, bei der Entscheidung, wieviel Sport dein Schnupfen verträgt, vertrauen.

Wann keinen Sport bei Schnupfen?

Bei Schnupfen im Zuge einer Erkältung sind diese Faktoren ausschlaggebend für eine Ruhepause vom Sport:

  • Fieber
  • Schlappheit, Gliederschmerzen
  • Husten, Bronchitis oder Brustschmerzen

In diesen Fällen sollte jeglicher Sport ausgesetzt werden, bis die Beschwerden vorbei sind und erst dann wieder vorsichtig mit dem Training begonnen werden.

Was gilt bei Nasennebenhöhlenentzündung und Sport?

Schnupfen oder Nasennebenhöhlenentzündung? Diese Unterscheidung spielt bei der Entscheidung für oder gegen Sport eine wichtige Rolle. Denn eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) ist in diesem Zusammenhang ein besonderer Fall.

Wenn es um Sport bei Schnupfen oder Erkältung geht, wird häufig auf die sogenannte Hals- oder Nackenregel verwiesen. Sie besagt: Alle Symptome unterhalb des Nackens beziehungsweise Halses bedeuten ein klares „Nein“ zu Sport. Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung ist diese Regel nur bedingt hilfreich, kann aber wichtige Hinweise geben – etwa dann, wenn zusätzlich Fieber oder eine starke Abgeschlagenheit auftreten.

Umgekehrt gilt nach dieser Regel: Bei Beschwerden oberhalb des Halses kann leichter Sport unter Umständen erlaubt sein – das betrifft zum Beispiel einen einfachen Schnupfen. Bei einer akuten oder chronischen Nasennebenhöhlenentzündung sieht das jedoch anders aus. Unabhängig davon, ob zusätzliche Symptome wie Fieber vorliegen, bei denen Sport ohnehin tabu ist, gilt hier: besser unbedingt eine Sportpause einlegen. Denn eine Sinusitis belastet den gesamten Körper. Unter Umständen könnte sich die Entzündung auf den Herzmuskel ausweiten und die Entstehung einer Herzmuskelentzündung nach sich ziehen.

Wann kann ich nach einer Nasennebenhöhlenentzündung wieder mit Sport anfangen?

Wie bei einer Erkältung mit Fieber oder sonstigen schwereren Symptomen „unterhalb des Halses“ gilt auch hier: Erst wieder richtig in Bewegung kommen, wenn die Beschwerden vollkommen verschwunden sind, besser sogar noch ein paar Tage länger abwarten, bis wieder langsam mit Sport begonnen wird.

Sich bei einer Sinusitis zu schonen, ist ohnehin die halbe Miete. Empfehlenswert ist eine Mischung aus Ruhe, Wärme und Feuchtigkeit: Ausreichend trinken, mit Wasserdampf inhalieren oder warme Umschläge auf die betroffenen Stellen wie Stirn und Nebenhöhlen können Kopfschmerzen lindern und dabei helfen, den Schleim zu lösen. Damit du möglichst schnell wieder wie gewohnt Sport treiben kannst, können Arzneimittel wie Sinolpan mit Cineol, einem Wirkstoff pflanzlichen Ursprungs, sinnvoll sein. Sinolpan hilft nicht nur, die Nase zu befreien, sondern bekämpft auch die einer Sinusitis zugrunde liegende Entzündung.

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