Schnupfen, Grippe, Erkältungen – all das bringt viele Unannehmlichkeiten mit sich. Eine davon: Sie sind ansteckend. Gilt das auch für eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)?

Ob es nun darum geht sich selbst nicht anzustecken oder darum, keine Krankheitserreger weiterzugeben: Allem, was mit Atemwegsinfekten zu tun hat, steht man diesbezüglich misstrauisch gegenüber. Spätestens seit der Corona-Pandemie ist man selbst oder die breite Öffentlichkeit sensibilisiert und ein Niesen oder Husten in der Bahn oder am Arbeitsplatz verlangt nach besonderer Rücksichtnahme.
Ist eine Sinusitis ansteckend?
Die einfache Antwort: Ja, in den allermeisten Fällen schon. Aber es gibt Ausnahmen. Ob eine Sinusitis ansteckend ist oder nicht, hängt maßgeblich mit der Ursache der Nasennebenhöhlenentzündung zusammen.
In der Regel hat man sich ja selbst angesteckt: Mit Viren, meist mit Rhino-, Influenza-, Parainfluenza- oder Coronaviren. Manchmal, wenn deutlich seltener, sind auch Bakterien die Ursache einer Sinusitis.
In diesen Fällen gilt für die Nasennebenhöhlenentzündung dasselbe, das auch für alle anderen Atemwegsinfekte gilt. Husten oder Niesen, aber auch schon Sprechen und Atmen übertragen bei einer akuten Sinusitis Erreger in die Luft – ansteckend für alle anderen Menschen in unmittelbarer Umgebung. Und neben dieser sogenannten Tröpfcheninfektion kommt auch die Schmierinfektion für eine Ansteckung in Frage, zum Beispiel über eine Türklinke.
Wann ist eine Nebenhöhlenentzündung nicht ansteckend?
Wenn eine Sinusitis weder eine virale noch bakterielle Ursache hat, bedeutet das Entwarnung für ihr Ansteckungsrisiko. Bei folgenden Ursachen von Nasennebenhöhlenentzündungen ist das der Fall:
- Chronischer Sinusitis im Rahmen von Allergien
- Entzündung der Nasennebenhöhlen durch die anatomische Beschaffenheit der Nase, wie etwa eine verkrümmte Nasenscheidewand oder zu enge Nebenhöhleneingänge
- Chronische Entzündungen durch Polypen
- Einseitige Sinusitis der Kieferhöhle durch Zahnentzündungen
Was schützt vor Ansteckung mit einer Nebenhöhlenentzündung?
Allgemein sind die Empfehlungen bei Sinusitis die gleichen wie bei allen viralen Infektionen: Ein guter Schutz vor einer Ansteckung ist zunächst einmal ein leistungsfähiges Immunsystem – und damit ein Lebensstil, der die Abwehrkräfte unterstützt:
- gesunde Ernährung
- ausreichend Bewegung oder Sport
- Stress vermeiden
- Aktivitäten an der frischen Luft
- Genügend Schlaf (in der Regel 7-8 Stunden)
Ansteckung mit einer Sinusitis vorbeugen: Hygieneregeln beachten
Neben der Stärkung der Abwehrkräfte sind es auch bei einer Nasennebenhöhlenentzündung vor allem die klassischen Schutzmaßnahmen vor Ansteckungen wesentlich – die viele seit der Corona-Zeit sowieso verinnerlicht haben:
- Abstand halten: Wenn die Erkältungssaison in der Hochphase ist, besser ohne Händeschütteln begrüßen und bei Gesprächen auf einen dezenten Sicherheitsabstand achten.
- Hygiene beachten: Schmierinfektion verbreitet Erkältungsviren über alle Flächen, mit denen viele Menschen in Berührung kommen. Tägliches Desinfizieren kann hier helfen.
- Hände waschen: Gründliches Händewaschen mit Seife bleibt ein wichtiges Mittel gegen Ansteckung mit Erkältungsviren oder Sinusitis. Die Hände mindestens 20 Sekunden lang kräftig einschäumen und auch die Fingerzwischenräume nicht vergessen.
- Frische Luft: Schleimhäute und Atemwege trockenen durch Heizungsluft aus und vermindern deren Fähigkeit zur Selbstreinigung. Am besten mehrmals täglich für 5 Minuten Stoßlüften.
- Ein neues Taschentuch beim Husten oder Niesen nutzen. Ist keins verfügbar: Besser in Armbeuge statt in die Hände niesen oder husten.
Was hilft, wenn man sich mit einer Nasennebenhöhlenentzündung angesteckt hat?
Hat man sich dann doch mit einer Nasennebenhöhlenentzündung angesteckt, helfen zwar klassische Hausmittel dabei, die Symptome zu lindern, aber eine medikamentöse Behandlung ist empfehlenswert. Schleimlösende Arzneimittel mit einem Wirkstoff pflanzlichen Ursprungs, wie Sinolpan forte, können dabei helfen, die Entzündung zu bekämpfen und den Schleimabfluss zu fördern.


